Notfälle
Bitte rufen Sie bei einem Notfall unsere normale Telefonnummer an. Tagsüber sind wir von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr erreichbar. Außerhalb dieser Zeiten ist auf dem Anrufbeantworter eine Handy-Nummer für dringende Fälle angegeben.
Bitte rufen Sie auch tagsüber kurz an, bevor Sie mit Ihrem Tier kommen. Wir sind dann auf Ihr Kommen vorbereitet und können andere Termine eventuell verschieben.
Telefon 0 64 03- 97 27 77
Verletzungen am Auge
Verletzungen am Auge sollten schnellstmöglich vom Tierarzt/der Tierärztin versorgt werden.
Bei Verletzungen der Augenumgebung (z.B. der Lider) ist eine gute Wundheilung ohne störende Narben dann wesentlich leichter zu erzielen. Verletzungen des Augapfels, wie z.B. der Hornhaut, können, wenn sie sehr tief sind, zu Verlust des Sehvermögens oder sogar des Auges führen. In solchen Fällen könnte eine schnell eingeleitete Operation das Augenlicht retten.
Es ist sehr wichtig, das Kratzen oder Reiben des Tieres am Wundbereich zu verhindern, da dadurch die Wunde unter Umständen noch vergrößert wird. Falls Sie einen Halskragen besitzen, setzen Sie ihn dem Tier auf. Ansonsten halten Sie Ihr Tier am besten auf dem Arm oder bleiben daneben, die Beine des Tieres sollten Sie unter Kontrolle haben.
Bei starken Blutungen der Augenumgebung kann ein vorsichtiges Kühlen mit einem feuchten, kalten, fusselfreien Tuch (z.B. Geschirrtuch) helfen. Leichter Druck auf die Wunde (nicht bei Verletzungen des Augapfels selbst) stoppt evtl. auch die Blutung.
Hornhautgeschwüre können so tief werden, dass die Hornhaut an einer Stelle durchbricht. Ähnlich wie eine perforierende Hornhautverletzung müssen solche Prozesse schnellstmöglich operiert werden.
Fremdkörper am Auge
Fremdkörper, wie z.B. Dornen oder Rindenteile, können sich am Auge einspiessen oder auflagern.
Besonders wenn der Fremdkörper in oder auf der Hornhaut sitzt, ist eine schnelle Entfernung notwendig. Bleibt der Fremdkörper dort, kann er sich mit jedem Lidschlag weiter in die Hornhaut einarbeiten und ist dann umso schwieriger zu entfernen.
Bitte ziehen Sie aber auf keinen Fall selbst an dem Fremdkörper, auch wenn er noch so leicht zu entfernen scheint. Wenn er bis in das Auge hineinragt, eröffenen Sie beim Herausziehen das Auge und die Flüssigkeit aus dem Auge läuft aus.
Auch in diesem Fall ist ein Reiben oder Kratzen des Tieres dringend zu vermeiden.
Vorfall des Augapfels
Der Augapfel kann aufgrund eines Unfalls oder bei bestimmten Rassen auch ohne massive Einwirkung von außen aus der Lidspalte heraustreten. Besonders bei Autounfällen oder Beißereien kann es dazu kommen. Hunde, deren Lidspalte besonders groß ist und die ein eher flaches Gesicht haben, wie z.B. Pekinesen oder Shi Tzus sind stärker gefährdet als andere. Bei diesen Rassen sollte sogar vermieden werden, die Haut bei einem Griff in den Nacken hochzuziehen, da damit die Lidspalte auseinandergezogen wird und das Auge kaum noch Halt hat. Bei Katzen kommt ein Vorfall des Augapfels eher selten vor.
Wenn möglich, sollte sofort versucht werden, die Lider wieder über das Auge zu ziehen oder zu schieben und den Augapfel dabei evtl. mit leichtem Druck (mit einem feuchten, kalten Tuch) wieder zurückzudrücken. Gelingt dies nicht, muss das Auge so gut wie möglich geschützt werden. Vor allem sollte es feucht gehalten werden; ein sanftes Kühlen verhindert das weitere Anschwellen.
Bitte auch in diesem Fall unbedingt das Tier daran hindern, sich zu Kratzen oder zu Reiben! Eine schnelle Vorstellung bei Ihrem Tierarzt/Tierärztin ist jetzt extrem wichtig, denn je länger das Auge vorgefallen ist, desto schlechter stehen die Chancen, dass ein Zurückverlagern möglich ist und das Auge dabei sehfähig bleibt.
Rötung des Auges
Eine Rötung der Bindehaut kann Anzeichen einer recht harmlosen Bindehautentzündung sein. Die Bindehaut reagiert aber fast immer auch dann mit, wenn im inneren Auge krankhafte Prozesse im Gange sind. Beispielsweise ist das Auge auch stark gerötet, wenn ein erhöhter Augeninnendruck vorliegt oder eine Entzündung der inneren Strukturen des Auges. Diese Erkrankungen sind sehr ernstzunehmen, da sie zur Erblindung führen können.
Bei ausgeprägten Fällen können Sie eine Trübung der Hornhaut und eine veränderte Pupillengröße beobachten. Oft ist eine Unterscheidung aber nur mit speziellen Untersuchungsinstrumenten möglich. Daher ist eine Vorstellung beim Tierarzt/ bei der Tierärztin auch hier sinnvoll.
Trübung des Auges
Trübungen der Hornhaut deuten meist auf ernsthafte Entzündungen oder Drucksteigerungen des Auges hin. Auch Verletzungen der Hornhaut können zur Eintrübung führen. Ein Besuch beim Tierartz/Tierärtzin ist dringend anzuraten.
Plötzliche Erblindung
Eine plötzliche Erblindung Ihres Tieres kann verschiedene Ursachen haben. Die Chance, das Sehvermögen zu retten, ist umso größer, je eher das Tier vorgestellt wird.
Bitte haben Sie Verständnis, dass unsere Praxis eine reine Augenpraxis ist, d.h. wir sind nicht zur Behandlung von anderen Notfällen ausgestattet.